Korean Skincare: Warum ich koreanische Kosmetik inzwischen besser finde
Koreanische Kosmetik ist momentan überall. Auf Instagram, TikTok und inzwischen sogar in unseren Drogeriemärkten. Überall werden koreanische Seren, Cremes, Toner und Sonnencremes empfohlen. Manche Produkte sind innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und natürlich versprechen auch hier viele Hersteller die schönste Haut überhaupt. Normalerweise bin ich bei solchen Beauty-Hypes inzwischen eher vorsichtig. Ich bin 41 und habe schon genügend Produkte ausprobiert, die am Ende doch nicht gehalten haben, was sie versprochen haben. Aber bei koreanischer Kosmetik muss ich tatsächlich sagen: Ich kann den Hype mittlerweile verstehen. Besonders bei Sonnencreme habe ich für mich einen deutlichen Unterschied festgestellt.
Warum ist koreanische Kosmetik plötzlich so beliebt?
Korean Skincare, häufig auch K-Beauty genannt, bezeichnet Hautpflegeprodukte und Beauty-Trends aus Südkorea. Neu ist das Ganze eigentlich nicht. In Südkorea spielt Hautpflege schon lange eine wichtige Rolle. Inzwischen sind die Produkte aber auch bei uns richtig angekommen. Früher musste man koreanische Kosmetik häufig in speziellen Onlineshops bestellen. Heute findet man verschiedene koreanische Marken sogar bei dm oder Rossmann. Was bei vielen Produkten auffällt, ist der Fokus auf Feuchtigkeitspflege, leichte Texturen und Sonnenschutz. Viele Produkte sollen die Haut nicht einfach nur kurzfristig schöner aussehen lassen, sondern sie langfristig pflegen und ihre natürliche Schutzfunktion unterstützen. Das finde ich grundsätzlich interessant. Denn gerade mit empfindlicher Haut möchte ich nicht ständig neue, aggressive Wirkstoffe ausprobieren.
Koreanische Sonnencreme ist für mich ein echter Unterschied
Ich habe Rosazea und bin deshalb bei Gesichtsprodukten inzwischen ziemlich wählerisch. Was ich überhaupt nicht mag, sind stark parfümierte Cremes oder Produkte, die nach dem Auftragen lange auf meiner Haut liegen. Und Sonnencreme war für mich immer besonders schwierig. Viele Sonnencremes, die ich früher ausprobiert habe, waren mir einfach zu fettig. Man trägt sie auf und hat anschließend das Gefühl, eine richtige Schicht auf dem Gesicht zu haben. Dazu kommt manchmal noch dieser typische Sonnencremegeruch. Ich kann das überhaupt nicht leiden. Deshalb habe ich Sonnencreme bisher auch eher dann verwendet, wenn ich mich in der prallen Sonne aufgehalten habe. Inzwischen greife ich aber zu einer koreanischen Sonnencreme. Und ich muss wirklich sagen: Für mich ist das bisher die beste Sonnencreme, die ich für mein Gesicht gefunden habe. Sie ist angenehm leicht, fettet nicht und ich spüre sie nach dem Auftragen kaum auf meiner Haut. Außerdem riecht sie für mich praktisch nach nichts. Genau so stelle ich mir eine gute Gesichtspflege vor. Ich möchte schließlich nicht den ganzen Tag merken, dass ich irgendeine Creme im Gesicht habe. Gerade mit meiner Rosazea ist es mir wichtig, dass sich ein Produkt angenehm anfühlt und meine Haut nicht zusätzlich belastet. Und da hat mich meine koreanische Sonnencreme wirklich überzeugt.
Warum fühlen sich viele koreanische Sonnencremes so anders an?
Natürlich habe ich mich gefragt, warum koreanische Sonnencremes häufig so gelobt werden. Ein Grund liegt in der Formulierung. Viele koreanische Sonnenschutzprodukte sind für die tägliche Gesichtspflege entwickelt worden und haben entsprechend leichte Texturen. Statt einer schweren Creme gibt es beispielsweise Sonnenschutzfluids oder Produkte, die sich fast wie ein leichtes Feuchtigkeitsserum auftragen lassen. Häufig werden Sonnenschutzfilter mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen kombiniert.
Dadurch können sich manche Produkte angenehmer auf der Haut verteilen und hinterlassen weniger von diesem fettigen Gefühl, das mich bei herkömmlicher Sonnencreme oft stört. Natürlich trifft das nicht auf jede koreanische Sonnencreme zu. Und es gibt inzwischen auch bei europäischen Marken sehr leichte Sonnenschutzprodukte. Aber meine persönlichen Erfahrungen sprechen momentan eindeutig für die koreanische Variante. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, dass eine Sonnencreme nicht nur einen hohen Lichtschutzfaktor haben sollte. Man muss sie auch gerne benutzen. Denn was bringt mir eine Sonnencreme, die ich am liebsten sofort wieder abwaschen möchte?
Gerade bei Rosazea ist die Verträglichkeit wichtig
Seit meiner Rosazea-Diagnose habe ich meine gesamte Hautpflege deutlich reduziert. Ich verwende nur noch wenige Produkte und konzentriere mich bei den Wirkstoffen hauptsächlich auf Azelainsäure. Deshalb möchte ich natürlich auch beim Sonnenschutz nichts verwenden, was meine Haut unnötig reizt. Bei Rosazea reagiert die Haut häufig empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe. Besonders Duftstoffe und reizende Formulierungen können Probleme verursachen. Auch Sonnenlicht selbst gehört zu den bekannten Auslösern von Rosazea-Schüben. Deshalb wird bei Rosazea empfohlen, die Haut möglichst täglich mit einem geeigneten UV-Schutz zu schützen, auch wenn die Sonne nicht besonders kräftig scheint. Das ist mir durchaus bewusst. Ich bin allerdings nach wie vor kein großer Fan davon, mir jeden Morgen mehrere Cremes ins Gesicht zu schmieren. Umso schöner finde ich es, endlich einen Sonnenschutz gefunden zu haben, den ich angenehm tragen kann. Wichtig ist natürlich, dass eine Sonnencreme zuverlässig gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt. Und nur weil ein Produkt aus Korea kommt, bedeutet das nicht automatisch, dass es für jede Rosazea-Haut geeignet ist. Man muss weiterhin auf die Inhaltsstoffe achten und schauen, wie die eigene Haut reagiert.
Was steckt eigentlich in koreanischer Hautpflege?
Bei koreanischer Kosmetik begegnet man immer wieder bestimmten Inhaltsstoffen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Hyaluronsäure: Sie hilft dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu binden.
- Panthenol: Wird in vielen Pflegeprodukten eingesetzt, um die Haut zu beruhigen und ihre Barrierefunktion zu unterstützen.
- Ceramide: Sie sind wichtige Bestandteile der natürlichen Hautbarriere und können bei trockener Haut sinnvoll sein.
- Centella asiatica: Ein Pflanzenextrakt, der häufig in Produkten für empfindliche Haut verwendet wird.
Natürlich sind diese Inhaltsstoffe keine koreanische Erfindung.
Man findet sie auch in vielen europäischen Pflegeprodukten.
Interessant ist für mich eher, wie die Hersteller verschiedene Inhaltsstoffe miteinander kombinieren und welche Texturen dabei entstehen.
Denn eine gute Creme muss für mich nicht nur wirksame Inhaltsstoffe haben.
Sie muss sich auch angenehm auftragen lassen.
Was nützt mir schließlich ein Produkt mit einer tollen Inhaltsstoffliste, wenn ich es nicht vertrage oder das Gefühl auf meiner Haut unangenehm finde?
Muss man für Korean Skincare wirklich zehn Produkte verwenden?
Wenn man sich mit koreanischer Hautpflege beschäftigt, stößt man ziemlich schnell auf die berühmte Zehn-Schritte-Routine.
Reinigungsöl, Waschgel, Toner, Essenz, Serum, Maske, Augencreme, Feuchtigkeitscreme und natürlich Sonnenschutz.
Da frage ich mich schon, ob das wirklich sein muss.
Ich habe meine eigene Hautpflege schließlich gerade deshalb reduziert, weil ich mit weniger Produkten besser zurechtkomme.
Und daran möchte ich auch nichts ändern.
Nur weil ich koreanische Sonnencreme toll finde, muss ich jetzt nicht meine gesamte Pflegeroutine durch koreanische Produkte ersetzen.
Ich finde, man kann sich aus dem K-Beauty-Angebot genau die Produkte heraussuchen, die zur eigenen Haut passen.
Man braucht keine zehn Schritte, um seine Haut gut zu pflegen.
Gerade bei empfindlicher Haut würde ich sogar vorsichtig damit sein, ständig verschiedene Wirkstoffe miteinander zu kombinieren.
Für mich bleibt deshalb die Devise: Lieber wenige gute Produkte als ein ganzer Schrank voller Kosmetik.
Ist koreanische Kosmetik wirklich besser als unsere Drogerieprodukte?
Ich kann natürlich nicht behaupten, dass grundsätzlich alle koreanischen Pflegeprodukte besser sind als deutsche oder europäische. Dafür unterscheiden sich die Rezepturen viel zu stark. Auch in unseren Drogerien gibt es gute Produkte mit sinnvollen Inhaltsstoffen. Und genauso gibt es sicherlich koreanische Produkte, die für meine Haut überhaupt nicht geeignet wären. Trotzdem habe ich bei meiner Sonnencreme eine Erfahrung gemacht, die mich überzeugt hat. Sie fühlt sich für mich einfach besser an als viele andere Sonnencremes, die ich bisher ausprobiert habe. Und genau deshalb greife ich inzwischen lieber dazu. Ich finde auch, dass man nicht automatisch besonders viel Geld für hochwertige Hautpflege ausgeben muss. Eine teure Creme ist schließlich nicht allein deshalb besser, weil sie von einer bekannten Luxusmarke stammt. Umgekehrt macht aber auch ein koreanischer Markenname ein Produkt nicht automatisch hochwertig. Entscheidend sind für mich die Inhaltsstoffe, die Verträglichkeit und das Hautgefühl.
Ich möchte gute Hautpflege, aber keinen neuen Beauty-Wahnsinn
Was mich bei K-Beauty allerdings ein bisschen stört, ist der enorme Hype auf Social Media. Kaum wird irgendwo ein neues Serum vorgestellt, heißt es plötzlich wieder, dass man dieses Produkt unbedingt braucht. Dann kommt der nächste Toner, die nächste Maske oder eine Creme mit irgendeinem neuen Trend-Inhaltsstoff. Und schon hat man wieder das Gefühl, die eigene Hautpflege sei nicht ausreichend. Dabei bin ich inzwischen genau davon weggekommen. Ich möchte nicht ständig neue Produkte kaufen. Ich möchte auch keine perfekte Glass Skin haben, bei der meine Haut aussehen soll wie eine spiegelglatte Oberfläche. Ich bin 41, habe Rosazea und möchte einfach, dass meine Haut gut gepflegt ist. Mehr muss es für mich gar nicht sein. Deshalb sehe ich koreanische Kosmetik auch nicht als etwas, das man jetzt unbedingt komplett übernehmen sollte.
Ich finde es vielmehr schön, dass es zusätzliche Produkte auf dem Markt gibt, die sich von manchen herkömmlichen Formulierungen unterscheiden.
Und wenn ich darunter etwas finde, das für meine Haut wirklich besser funktioniert, dann bleibe ich gerne dabei.
Mein Fazit: Bei koreanischer Sonnencreme bleibe ich
Ich kann inzwischen gut verstehen, warum koreanische Hautpflege so beliebt geworden ist.
Gerade bei den leichten Texturen und der Verbindung von Pflege und Sonnenschutz haben mich die Produkte neugierig gemacht.
Und meine koreanische Sonnencreme hat mich tatsächlich überzeugt.
Sie pflegt meine Haut, hinterlässt kein fettiges Gefühl, riecht für mich nicht unangenehm und ist nach dem Auftragen kaum zu spüren.
Genau das habe ich bei einer Sonnencreme lange gesucht.
Deshalb ist sie für mich momentan die bessere Wahl gegenüber vielen herkömmlichen Sonnencremes aus der Drogerie.
Trotzdem werde ich jetzt nicht anfangen, mein Badezimmer mit koreanischen Seren, Tonern und Cremes vollzustellen.
Ich bleibe lieber bei meiner einfachen Pflegeroutine und ergänze sie nur durch Produkte, die mich wirklich überzeugen.
Für mich ist Korean Skincare also nicht deshalb interessant, weil gerade alle darüber sprechen. Sondern weil ich endlich eine Sonnencreme gefunden habe, die ich wirklich gerne benutze.
Und das ist mir inzwischen viel wichtiger als jeder Beauty-Trend.
Habt ihr koreanische Kosmetik schon ausprobiert? Und habt ihr vielleicht auch eine Sonnencreme gefunden, die sich angenehm leicht anfühlt und nicht fettet?