5 Beauty-Trends, die ich mit 41 nicht mehr schön finde
Mit 20 oder 30 fand ich manche Beauty-Trends noch richtig schön. Heute bin ich 41 und denke bei einigen Dingen: Zum Glück habe ich das damals nicht machen lassen!
Mein Geschmack hat sich über die Jahre ziemlich verändert. Was ich früher attraktiv oder gepflegt fand, wirkt auf mich heute teilweise viel zu künstlich.
Ich mag es inzwischen lieber natürlich. Schöne gepflegte Fingernägel, eine Frisur, die zum Gesicht passt, und ein Gesicht, dem man sein Alter auch ansehen darf.
Natürlich kann jede Frau selbst entscheiden, was sie schön findet. Ich möchte auch niemandem vorschreiben, wie sie mit 40 auszusehen hat.
Aber es gibt tatsächlich einige Beauty-Trends, die ich heute nicht mehr mitmachen würde.
Und bei manchen bin ich wirklich froh, dass ich mich damals dagegen entschieden habe.
1. Microblading und Permanent Make-up: Zum Glück habe ich es nicht gemacht
Ich war tatsächlich schon einmal kurz davor, mir meine Augenbrauen mit Microblading machen zu lassen.
Damals fand ich die Vorstellung ziemlich praktisch. Morgens aufstehen und direkt perfekt geformte Augenbrauen haben, ohne sie jedes Mal nachzeichnen zu müssen.
Heute bin ich froh, dass ich mich dagegen entschieden habe.
Ich sehe immer wieder Augenbrauen mit Permanent Make-up, die für meinen Geschmack einfach viel zu intensiv aussehen.
Manche sind zu dick, andere haben einen viel zu hohen Bogen. Bei einigen Frauen sieht es für mich fast so aus, als hätten sie zwei kleine Teufelshörnchen über den Augen.
Und gerade bei den Augenbrauen finde ich das schwierig, weil sie so viel am Gesichtsausdruck verändern.
Natürlich gibt es auch richtig gut gemachte Augenbrauen. Aber ich glaube, dass es wirklich viel Können braucht, damit sie natürlich aussehen und zur jeweiligen Gesichtsform passen.
Was mich zusätzlich abschreckt, ist die Veränderung der Farbe.
Pigmente können mit der Zeit verblassen oder ihren Farbton verändern. Aus dunklen Brauntönen können beispielsweise gräuliche, bläuliche oder andere unerwünschte Nuancen werden. Außerdem können ursprünglich feine Härchenzeichnungen mit der Zeit weniger klar wirken. Und wenn mir das Ergebnis nach ein paar Jahren nicht mehr gefällt? Dann habe ich ein Problem, das sich nicht mal eben mit einem Abschminktuch lösen lässt. Ich zeichne meine Augenbrauen lieber selbst nach, wenn ich Lust darauf habe. Und wenn ich irgendwann eine andere Form schöner finde, kann ich sie einfach verändern.
2. Lange künstliche Fingernägel: Heute finde ich Naturnägel viel schöner
Was ich inzwischen überhaupt nicht mehr schön finde, sind lange künstliche Fingernägel. Egal ob eckig, oval, mandelförmig oder spitz zulaufend. Besonders diese extrem langen Krallen gefallen mir überhaupt nicht. Ich finde, sie wirken häufig unnatürlich und nehmen den Händen für meinen Geschmack etwas von ihrer Eleganz. Natürlich ist Nageldesign Geschmackssache. Manche Frauen lieben lange Nägel und können sie wunderbar tragen. Ich persönlich würde mir so etwas heute aber nicht mehr machen lassen. Viel schöner finde ich gepflegte Naturnägel, die ordentlich gefeilt sind. Dazu ein schöner Nagellack, passend zur Jahreszeit. Im Frühling vielleicht ein zarter Rosaton, im Sommer ein frisches Rot und im Herbst ein dunkler Bordeaux- oder Braunton. Das sieht für mich viel gepflegter und eleganter aus als lange künstliche Nägel. Und ganz nebenbei muss ich nicht regelmäßig ins Nagelstudio, um meine Nägel auffüllen zu lassen.
3. Haarextensions und hüftlange Haare: Nicht mehr mein Geschmack
Früher fand ich lange, volle Haare bei anderen Frauen richtig schön. Besonders Haarextensions haben mich eine Zeit lang beeindruckt. Wenn die Haare so schön dicht und lang aussahen, habe ich schon manchmal gedacht, wie toll das eigentlich aussieht. Selbst hatte ich allerdings nie Extensions. Heute sehe ich das Ganze anders.
Ich finde, es ist wahnsinnig schwierig, Haarextensions so hinzubekommen, dass man sie wirklich nicht erkennt. Wenn sie perfekt eingearbeitet werden, kann das natürlich sehr schön aussehen. Aber das kostet auch entsprechend viel Geld. Dazu kommt der ganze Aufwand mit der Pflege, dem regelmäßigen Hochsetzen und dem Friseurbesuch. Und manchmal sieht man nach einiger Zeit doch, dass die Haare nicht alle echt sind. Gerade wenn die Verbindungsstellen sichtbar werden oder die eigenen Haare eine andere Struktur haben. Für mich wäre dieser Aufwand heute nichts mehr. Auch hüftlange Haare finde ich inzwischen nicht mehr so schön wie früher. Gerade bei Frauen in meinem Alter gefällt mir persönlich ein etwas kürzerer Haarschnitt besser. Am liebsten mag ich Haare, die ungefähr bis zu den Schultern oder knapp darüber reichen. Das wirkt für mich frischer, moderner und irgendwie eleganter. Sehr lange Haare können auf mich heute manchmal sogar ein bisschen hexenhaft wirken. Das klingt vielleicht gemein, ist aber tatsächlich mein persönlicher Geschmack geworden. Natürlich gibt es auch Frauen über 40 mit wunderschönen langen Haaren. Ich finde nur, dass eine gute Frisur nicht unbedingt besonders lang sein muss.
4. Tattoos: Eine Entscheidung, die ich heute bereue
Bei diesem Thema muss ich mich selbst an die Nase fassen.
Denn ich habe Tattoos.
Und wenn ich heute noch einmal entscheiden könnte, würde ich sie mir wahrscheinlich nicht mehr stechen lassen.
Damals fand ich Tätowierungen schön. Heute gefallen sie mir an mir selbst nicht mehr besonders.
Mein Geschmack hat sich einfach verändert.
Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, meine Tattoos entfernen zu lassen.
Allerdings habe ich mich mit der Laserentfernung beschäftigt und mich letztendlich dagegen entschieden.
Beim Lasern werden die Farbpigmente in kleinere Teilchen zerlegt, die anschließend teilweise vom Körper abtransportiert werden.
Ein Teil der Tattoopigmente kann über das Lymphsystem auch in die Lymphknoten gelangen. Welche langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen bestimmte Pigmente und ihre Abbauprodukte haben können, ist noch nicht vollständig geklärt.
Das macht mich persönlich vorsichtig. Hinzu kommt, dass man nicht garantieren kann, dass ein Tattoo vollständig verschwindet. Je nach Farbe und Haut können Rückstände bleiben. Auch Hautveränderungen oder Narben sind möglich. Deshalb habe ich mich bisher gegen die Entfernung entschieden. Manchmal denke ich trotzdem, dass ich heute lieber gar keine Tattoos hätte. Ich finde es interessant, wie sehr sich der eigene Geschmack verändern kann. Was man mit Anfang 20 unbedingt haben wollte, würde man mit Anfang 40 vielleicht niemals mehr machen. Und gerade bei Dingen, die dauerhaft auf der Haut bleiben, sollte man sich das vorher wirklich überlegen.
5. Botox und aufgespritzte Lippen: Für mich ist weniger mehr
Ein weiterer Beauty-Trend, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann, sind Botox und Filler. Ich sehe immer wieder Frauen, bei denen mir das Ergebnis einfach zu künstlich wirkt. Manchmal ist die Mimik so eingeschränkt, dass ein Gesicht für mich kaum noch natürlich aussieht. Und dann gibt es Gesichter, die irgendwie aufgedunsen oder übermäßig aufgepolstert wirken. Dabei muss man allerdings unterscheiden: Botox entspannt bestimmte Muskeln und wird vor allem gegen Mimikfalten eingesetzt. Das zusätzliche Volumen, beispielsweise bei aufgespritzten Lippen oder Wangen, entsteht dagegen durch Filler. Und gerade diese stark aufgespritzten Lippen finde ich überhaupt nicht schön. Ich habe selbst eher schmale Lippen. Früher hätte ich vielleicht darüber nachgedacht, sie etwas voller machen zu lassen. Heute bin ich aber mit meinen Lippen zufrieden, so wie sie sind. Mir gefällt es nicht, wenn Lippen durch eine Behandlung so stark verändert werden, dass sie für meinen Geschmack fast alle gleich aussehen. Ich möchte lieber mein eigenes Gesicht behalten. Natürlich sieht man nicht jede Botox- oder Fillerbehandlung sofort. Es gibt sicherlich auch sehr dezente Ergebnisse, die natürlich wirken. Trotzdem wäre es nichts für mich. Was ich außerdem schwierig finde, ist die Vorstellung, mir für einen rein kosmetischen Zweck Substanzen unter die Haut spritzen zu lassen.
Auch wenn manche Filler beispielsweise auf Hyaluronsäure basieren, die als Stoff ebenfalls im menschlichen Körper vorkommt, ist eine solche Unterspritzung für mich ein Eingriff, den ich nicht möchte.
Dazu kommt, dass keine dieser Behandlungen völlig risikofrei ist.
Ich habe überhaupt nichts gegen Beauty-Behandlungen. Im Gegenteil.
Eine schöne Gesichtsbehandlung bei der Kosmetikerin, etwas Pflege und Zeit für mich finde ich wunderbar.
Aber Spritzen ins Gesicht sind für mich persönlich eine Grenze.
Und ich finde inzwischen, dass man einem Gesicht ruhig ansehen darf, dass die Frau dahinter schon ein bisschen Lebenserfahrung gesammelt hat.
Mit 41 weiß ich besser, was mir gefällt
Wenn ich heute auf meine Beauty-Vorlieben von früher zurückblicke, muss ich manchmal selbst schmunzeln. Einige Dinge fand ich damals wunderschön und würde sie heute niemals mehr machen lassen. Bei Microblading bin ich wirklich froh, dass ich mich damals noch umentschieden habe. Bei meinen Tattoos hätte ich mir gewünscht, ich hätte ähnlich lange darüber nachgedacht. Und bei künstlichen Fingernägeln, Haarextensions oder aufgespritzten Lippen weiß ich inzwischen ziemlich genau, dass sie nicht zu meinem heutigen Schönheitsideal passen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Frauen ab 40 keine langen Haare oder künstlichen Fingernägel tragen sollten. Jede Frau soll das machen, womit sie sich wohlfühlt. Aber mein eigener Geschmack hat sich eben verändert. Heute finde ich Natürlichkeit viel schöner als das perfekte, künstlich veränderte Aussehen. Ich möchte gepflegt aussehen, mich wohlfühlen und gerne auch mal eine Gesichtsbehandlung genießen. Aber ich muss nicht mehr jedem Beauty-Trend hinterherlaufen. Und ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber. Wie sieht das bei euch aus? Gibt es Beauty-Trends, die ihr früher schön fandet und heute überhaupt nicht mehr mögt? Oder habt ihr vielleicht selbst eine Beauty-Entscheidung getroffen, die ihr inzwischen bereut?