Kids & Family

Vier Kindersnacks, die bei uns wirklich gegessen werden

Gesunde Kindersnacks müssen nicht kompliziert sein. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass man als Mutter ständig etwas Neues anbieten sollte. Am besten frisch, abwechslungsreich, ohne Zuckerzusatz und natürlich selbst gemacht.

Wenn ich mir auf Instagram oder Pinterest manche Brotdosen anschaue, frage ich mich allerdings schon, wer morgens die Zeit hat, Obst und Gemüse in kleine Sterne und Herzen zu schneiden.

Ich habe zwei Töchter, zwei und sieben Jahre alt, und gehe 30 Stunden in der Woche arbeiten. Da muss es bei uns im Alltag auch mal schnell gehen.

Trotzdem achte ich darauf, dass meine Kinder möglichst ausgewogen essen. Ich kaufe gerne frisches Obst und Gemüse und probiere auch mal neue Sachen aus.

Mit der Zeit haben wir ein paar Snacks gefunden, die meine beiden Mädchen besonders gerne essen. Dafür brauchen wir weder außergewöhnliche Zutaten noch viel Zeit.

Hier sind unsere vier Favoriten.

1. Banane mal anders: Mit Haferflocken, Zimt und Honig

Eine Banane ist wahrscheinlich einer der einfachsten Kindersnacks überhaupt. Schälen, essen, fertig.

Wir haben die Banane allerdings ein bisschen neu erfunden.

Statt sie einfach nur zu schälen, schneide ich sie in Scheiben und gebe ein paar Haferflocken darüber. Dazu kommt etwas Zimt und ein kleiner Klecks Honig.

Meine Kinder lieben diese Kombination.

Zutaten

  • 1 Banane
  • 1 bis 2 EL Haferflocken
  • Etwas Zimt
  • Ein kleiner Klecks Honig

Zubereitung

Die Banane in Scheiben schneiden und auf einem Teller verteilen. Anschließend die Haferflocken darüberstreuen, etwas Zimt dazugeben und mit ein wenig Honig verfeinern.

Das Ganze dauert vielleicht zwei Minuten.

Was ich daran mag: Ich brauche keine besonderen Zutaten. Bananen und Haferflocken haben wir eigentlich immer zu Hause.

Die Banane bringt bereits eine natürliche Süße mit. Deshalb braucht man auch nicht viel Honig. Man kann ihn sogar ganz weglassen.

Und trotzdem schmeckt dieser Snack meinen Kindern deutlich besser als eine einfache Banane.

2. Selbst gemachte Energiekugeln mit Datteln und Aprikosen

Unsere Energiekugeln sind ebenfalls ein Snack, den meine Kinder gerne essen.

Das Praktische daran ist, dass man direkt eine größere Portion vorbereiten kann.

Die Grundlage besteht aus getrockneten Früchten, Mandeln und Haferflocken. Zusätzlichen Honig oder Haushaltszucker brauchen wir dafür nicht, weil die Datteln und Aprikosen bereits süß sind.

Zutaten

  • Getrocknete Datteln ohne Stein
  • Getrocknete Aprikosen
  • Mandeln
  • Haferflocken
  • Ungesüßtes Kakaopulver oder Kokosraspeln zum Wälzen

Zubereitung

Zuerst gebe ich die Datteln, Aprikosen, Mandeln und Haferflocken in einen leistungsstarken Mixer.

Alles wird so lange zerkleinert, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.

Falls die Trockenfrüchte etwas zu fest sind, kann man sie vorher kurz in warmem Wasser einweichen.

Anschließend forme ich aus der Masse kleine Kugeln und wälze sie entweder in ungesüßtem Kakaopulver oder Kokosraspeln.

Fertig!

Die Energiekugeln bewahren wir verschlossen im Kühlschrank auf.

Ein kleiner Hinweis für Kleinkinder Da meine jüngere Tochter erst zwei Jahre alt ist, achte ich besonders darauf, dass die Mandeln wirklich vollständig fein verarbeitet sind und keine harten Stückchen übrig bleiben.

Für sie kann man die Masse auch zu kleinen, weichen Talern formen, statt runde Kugeln daraus zu machen.

Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Datteln und getrocknete Aprikosen von Natur aus viel Zucker enthalten. Auch wenn wir keinen zusätzlichen Zucker hineingeben, sind die Energiekugeln deshalb eher etwas für gelegentlich und in kleineren Portionen.

3. Naturjoghurt aufpeppen: So brauchen wir keinen fertigen Fruchtjoghurt

Naturjoghurt gehört bei uns ebenfalls zu den Snacks, die regelmäßig auf dem Tisch stehen.

Allerdings essen meine Kinder ihn am liebsten, wenn ich ihn ein bisschen aufpeppe.

Dafür kaufe ich ganz normalen Naturjoghurt und verfeinere ihn mit verschiedenen Zutaten.

So brauche ich nicht ständig unterschiedliche Fruchtjoghurts zu kaufen, die häufig zugesetzten Zucker enthalten.

Und das Beste daran ist, dass ich selbst entscheiden kann, was hineinkommt.

Diese Zutaten verwenden wir gerne Apfelmus: Ein paar Löffel Apfelmus ohne Zuckerzusatz machen den Naturjoghurt schön fruchtig.

Honig und Zimt: Ein kleiner Klecks Honig und etwas Zimt reichen schon aus, um dem Joghurt einen anderen Geschmack zu geben.

Vanilleextrakt: Manchmal gebe ich ein paar Tropfen Vanilleextrakt dazu. Für Kinder sollte man eine alkoholfreie Variante verwenden.

Haferflocken: Die passen besonders gut zum Joghurt und machen ihn sättigender. Ich lasse sie gerne etwas quellen.

Kokosraspeln: Eine einfache Möglichkeit, den Geschmack zu verändern.

Nüsse: Gerade für größere Kinder kann man auch gehackte Nüsse dazugeben. Besonders lecker finde ich die Kombination aus Nüssen und etwas Honig. Bei meiner Zweijährigen verwende ich dafür ausschließlich fein eingerührtes Nussmus oder fein gemahlene Nüsse, damit keine harten Stückchen enthalten sind.

TK-Obst: Wir greifen auch gerne auf tiefgekühltes Obst zurück. Gerade wenn bestimmte Früchte keine Saison haben, finde ich das praktisch. TK-Beeren sollten allerdings vor dem Verzehr gründlich erhitzt und anschließend wieder abgekühlt werden.

Alles lässt sich miteinander kombinieren Das sind natürlich keine sieben festen Rezepte.

Man kann die Zutaten nach Lust und Laune miteinander mischen.

Mal gibt es Naturjoghurt mit Obst, Haferflocken, Zimt und etwas Honig. Ein anderes Mal kommen Kokosraspeln dazu.

Oder ich mische Apfelmus mit Haferflocken und etwas Vanille.

Auch Obst, Nüsse und Honig passen gut zusammen.

Es kommt einfach darauf an, worauf meine Kinder gerade Lust haben und was wir zu Hause haben.

So können sich beide ihren Joghurt unterschiedlich zusammenstellen.

Was ich besonders praktisch finde: Ich muss dafür nicht jedes Mal etwas Neues kaufen. Ein großer Becher Naturjoghurt reicht und wir können ihn immer wieder anders zubereiten. Natürlich enthält auch Honig Zucker. Mir geht es deshalb nicht darum, einen komplett zuckerfreien Snack zu machen, sondern selbst bestimmen zu können, welche Zutaten und Mengen ich verwende.

4. Blitz-Pizzabrot aus dem Airfryer: Perfekt für älteres Brot

Diesen Snack machen wir besonders gerne, wenn noch Brot übrig ist, das nicht mehr ganz frisch ist. Denn nur weil das Brot vom Vortag schon etwas trockener geworden ist, muss man es nicht gleich wegwerfen. Wir machen daraus einfach kleine Pizzabrote. Und die kommen bei meinen Kindern richtig gut an.

Zutaten

  • Einige Scheiben Brot
  • Ketchup
  • Eine Zwiebel
  • Oregano
  • Geriebener Käse

Zubereitung

Zuerst bestreiche ich die Brotscheiben dünn mit Ketchup. Anschließend schneide ich die Zwiebel in ganz dünne Ringe und verteile diese auf dem Brot. Darüber kommt etwas Oregano und zum Schluss geriebener Käse. Dann wandern die Brotscheiben für ungefähr vier Minuten in den Airfryer, bis der Käse geschmolzen ist. Je nach Gerät kann die Zeit etwas variieren. Fertig ist unser Pizzabrot. Das Ganze ist wirklich schnell gemacht und eine gute Möglichkeit, Brot zu verwerten, das sonst vielleicht liegen bleiben würde. Natürlich sollte man dafür nur Brot verwenden, das noch einwandfrei ist. Schimmeliges Brot gehört in den Müll. Ich finde auch, dass nicht jeder Kindersnack ausschließlich aus Obst oder Gemüse bestehen muss. Ein warmes Pizzabrot darf zwischendurch genauso auf den Tisch kommen.

Muss wirklich jeder Kindersnack gesund und selbst gemacht sein?

Ich achte darauf, dass meine Kinder möglichst ausgewogen essen.

Trotzdem möchte ich mich nicht ständig unter Druck setzen, ihnen jeden Tag etwas besonders Gesundes oder Ausgefallenes anbieten zu müssen. Gerade auf Social Media bekommt man häufig das Gefühl, dass eine einfache Banane oder ein belegtes Brot längst nicht mehr ausreichen. Da werden aufwendige Snacks vorbereitet, Brotdosen dekoriert und ständig neue Rezepte ausprobiert. Natürlich kann man das machen, wenn man Spaß daran hat. Aber ich finde nicht, dass man sich als Mutter dafür jeden Tag in die Küche stellen muss. Manchmal gibt es bei uns eben einfach einen Apfel oder eine Banane. Und manchmal machen wir eines unserer vier Rezepte. Auch fertig gekaufte Snacks sind bei uns nicht grundsätzlich verboten. Mir ist nur wichtig, dass die Ernährung insgesamt einigermaßen ausgewogen bleibt. Und ich muss auch selbst immer wieder lernen, meine Ansprüche etwas herunterzuschrauben. Es müssen nicht ständig Himbeeren, Heidelbeeren oder exotische Früchte im Kühlschrank liegen. Wenn meine Kinder eine Woche lang hauptsächlich Äpfel und Bananen essen, ist das auch in Ordnung.

Vier Snacks, die bei uns funktionieren

Was ich an unseren vier Snacks besonders mag, ist, dass sie unkompliziert sind. Für die Banane mit Haferflocken brauche ich zwei Minuten. Die Energiekugeln lassen sich vorbereiten. Den Naturjoghurt kann ich jeden Tag anders zusammenstellen und mit dem Pizzabrot verwerten wir sogar noch älteres Brot. Vor allem aber essen meine Kinder diese Sachen gerne. Und das ist für mich letztendlich entscheidend. Ich möchte meinen Kindern verschiedene Lebensmittel anbieten und ihnen zeigen, dass auch einfache Zutaten lecker schmecken können. Aber ich möchte nicht jeden Tag stundenlang überlegen müssen, welcher Snack besonders gesund, kreativ oder abwechslungsreich sein könnte. Manchmal sind die einfachsten Sachen eben genau die, die bei Kindern am besten ankommen. Was sind eure Lieblingssnacks für Kinder? Habt ihr auch einfache Rezepte, die bei euch immer funktionieren?

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